CaEx Sommerlager 2011 Mallorca

CaEx ·  · 17.07.2011 ·  , ,

Tag 1: 17.07.2011 – Anreise

Wir trafen uns am ersten Tag unseres Sommerlagers um 10:45 am Salzburger Hauptbahnhof, um auf die Abfahrt unseres Zugs nach München zu warten. Nachdem wir vollzählig waren, gelangten wir mit dem RegionalExpress nach München Ostbahnhof, wo wir, flankiert von einigen betrunkenen Bahnreisenden schließlich die U-Bahn zum Flughafen bestiegen. Während der Zugfahrt überreichten uns unsere Führer ein Überraschungsei, das eine Kichererbse, ein Pflaster und eine Traubenzuckertablette enthielt. Am Flughafen München angekommen erwarteten uns einige Minuten Wartezeit, die viele von uns damit zubrachten, beim Münchner KFC etwas zu essen. Wieder andere kauften sich einen Energydrink mit dem verheißungsvoll klingenden Namen „Sexergy“ zu kaufen.
Nachdem wir die Wartezeit weiterhin mit dem Begehen der mit einer Lichtinstallation verzierten langen Rolltreppen im Parterre verbracht hatten, war es auch schon Zeit für den Check-In und die Gepäckaufgabe. Unsere Rucksäcke wogen dieses Jahr im Durchschnitt um die 12 kg. Nachdem wir den Sicherheitscheck passiert hatten erwarteten wir geduldig das Boarding, welches sich aufgrund des extremen Regens um etwa eine Stunde verzögerte. Schließlich hoben wir nach der üblichen Unterrichtung über die Sicherheitsmaßnahmen an Bord auch schon ab. Nach einem etwa zweistündigen Flug erreichten wir schließlich Palma de Mallorca Airport (PMI), wo wir überraschenderweise einen Klassenkameraden eines unserer Kameraden antrafen.
Mit dem Bus fuhren wir zu einer in der Nähe gelegenen Heimstätte der mallorquinischen Pfadfinder. Nachdem wir nach unserer Ankunft durch das durch die Richtlinie der Fluggesellschaft ausgesprochene Beförderungsverbot explosiver Stoffe und die Ladenöffnungszeiten auf Mallorca keine Möglichkeit gehabt hatten, Gaskartuschen einzukaufen konnten wir an diesem ersten Tag nichts gekochtes essen, und legten uns nach dem errichten unseres Lagers in einem der vier überdachten Räume schlafen.
Das Pfadfinderheim war in der Nähe einer Kirchengemeinde gelegen, und befand sich unter der fürsorglichen Obhut des Paters der Kirchengemeinde, der uns gelegentlich einen Besuch abstattete, meistens um die auf dem Gelände befindlichen Pflanzen zu gießen. Es gab zwei Toiletten, von denen eine defekt war, und auch bis zu unserer Abreise nicht repariert werden konnte. Die Räume waren über einen nur zum Teil überdachten Flur verbunden und im Innenhof hinter der Kirche der Kirchengemeinde gelegen.

 

Tag 2: 18.07.2011 – Palma

Nachdem wir aufgestanden waren und gefrühstückt hatten ergab sich für uns die Möglichkeit, uns in den Duschen einer gleich an die Kirche angrenzenden Fußballhalle und Sportstätte zu duschen. Das Wasser war selbstverständlich nicht aufgewärmt. Im Laufe des Tages versorgten wir uns in den örtlichen Supermärkten mit Lebensmitteln und gelangten schließlich auch unter Führung einiger der örtlichen Pfadfinder zu einem Laden, der Gaskartuschen führte. Bedauerlicherweise führte der Laden keine Gaskartusche der Marke Campingaz, diesem Umstand konnten wir allerdings einige Zeit später am selben Tag Abhilfe schaffen, nachdem die äußerst hilfsbereiten Kameraden ein Sportgeschäft gefunden hatten, das diese führte.
Nachdem wir an diesem Tage das erste Mal (mit Ausnahme desjenigen im Flugzeug) ein warmes Essen genießen konnten, besuchten wir schlussendlich auch den Strand von Mallorca, ein wenig westlich der Kathedrale von Palma. Es gibt dort eine Vielzahl von Bademeistern und man kann sich – was, wie wir später feststellen sollten eine Seltenheit darstellt – dort direkt am Strand duschen.
Geschlafen haben wir erneut in der Unterkunft der Pfadfinder, allerdings etwas früher als sonst, das wir uns am nächsten Tag an einen neuen Ort bewegen sollten.

 

Tag 3: 19.07.2011 – Fahrt nach Deià

An unserem dritten Tag machten wir uns am Morgen per Bus auf den Weg nach Deià, einer malerischen Stadt an der Nordküste der mallorquinischen Insel, etwa an der spiegelverkehrten Küstenseite von Palma, zu erreichen auf einer serpentinenreichen und (für unseren Busfahrer, der einmal mit dem Fahrzeug aufsetzte und zahlreiche Male entgegenkommendem Verkehr ausweichen musste) schwierigen Straße durch die Berge von Mallorca. Wir erreichten dort schlussendlich eine kleine, mit einigen Ziegeln überdachte Bushaltestelle, von der aus wir zu einem kleinen Platz im Herzen des Ortes gingen, dessen terrassierte Einfassung an einer Stelle, etwas tiefer als der Platz selbst gelegen, hinter einer Kurve von einem Brunnen gesäumt war.
Von dort aus machten wir uns auf den Weg zur noch viel malerischeren Bucht von Deià, wo wir auch nächtigten.

 

Tag 4: 20.07.2011 – Wanderung nach Deià, Fahrt nach Sóller

Nach einer von Ereignissen wie dem Besuch einiger Ziegen gezeichneten Nacht machten wir uns auf den Weg zurück nach Deià. Die Wanderung führte uns nach einiger Zeit zurück auf den kleinen Platz, den wir schon anfangs besucht gehabt hatten. Zu unserer Überraschung hatte der kleine Einkaufsladen, bei dem wir Anfangs schon einmal probiert gehabt hatten, einzukaufen erneut just im Moment unserer Ankunft geschlossen, aber glücklicherweise konnten wir durch einiges Befragen der Ortsbewohner eine Alternative eruieren: einige, zum Teil größere Läden entlang eines Stückes der Straße, über die wir auch gekommen waren. Nach dem Einkauf fuhren wir mit dem Bus nach Sóller, wo wir nachdem wir eingekauft und gegessen hatten schlafen gingen. Vor dem Schlafengehen marschierten wir zu einem Parkplatz, wo einige von uns mit den einheimischen „Straßenkindern“ fangen spielten, bis wir schließlich das Licht, einen Flutlichtstrahler abschalteten und schliefen.

 

Tag 5: 21.07.2011 – Rundwanderung, Fahrt nach Port de Sóller

Am nächsten Morgen bewegten wir uns zurück nach Sóller, wo wir in Gruppen aufgeteilt jeweils entweder einkaufen gingen oder an einer Rundwanderung durch die Orte Biniaraix, Fornalutx und l’Horta partizipierten. Im Anschluss erwarteten wir die Ankunft der dortigen Straßenbahn, einer mit hölzern Verkleideten und mit elektrischem Antrieb ausgestatteten Wägen bestückten Bahn erwarteten. Die Tram sollte uns schließlich nach Port de Sóller, der vorgelagerten Hafenstadt von Sóller bringen. Dort hatten wir die Möglichkeit im leicht verschmutzten Hafenwasser zu Baden. Einige kauften sich andererseits nützliche Utensilien (wenn man Vögel erschießen möchte zumindest) wie etwa Steinschleudern. In Port de Sóller nächtigten wir auf einem kleinen, terrassierten und von Affenbrotbäumen durchwachsenen Feld.

 

Tag 6: 22.07.2011 – Fahrt nach Sa Calobra

Den darauffolgenden Tag begannen wir mit einer Überfahrt unter starkem Seegang – den einige von uns für Sprungversuche und andere belustigende Aktivitäten nutzten, unter dessen Einfluss sich aber andererseits auch einige von uns als leicht Seekrank herausstellten – per Fähre nach Sa Calobra, wo wir in gespannter Erwartung nach der Ankunft der nur durch einen Tunnel zu erreichenden Landschaft der Schlucht gewahr werden konnten. Hier Trafen wir auch auf eine andere Pfadfindergruppe unbekannter Herkunft und genossen das Baden im ebenfalls von starker Brandung aufgewühlten Wasser. Es war sogar möglich, ein kleines Stück ganz ohne Surfbrett auf einer der Wellen zu „reiten“. Wenig später errichteten wir uns auf einer kleinen,  schilfumrandeten Insel, ein wenig tiefer in der Schlucht einen Schlafplatz. Zuvor hatten wir das Abendessen eingenommen gehabt.

 

Tag 7: 23.07.2011 – Alcúdia, eine Stadt mit Geschichte

Mit dem Bus erreichten wir am nächsten Tag Alcúdia, wo wir nach dem Einkauf eines der schwersten, wenngleich auch geschmacklich nicht zu unterschätzendsten Essen meines Lebens zu uns nahmen. In der kommenden Nacht sollten einige von uns das in der Nähe stattfindende Event, die „römische Party“ – einer Art Open Air Disko – besuchen und sich dabei verirren, so dass die Anderen den Vormittag des nächsten Tages in Sorge über deren Verbleib verleben mussten.

 

Tag 8: 24.07.2011 – Rückkehr der Vermissten, Stierkampf

Wie auch der Tag mit Regen seinen Verlauf nahm, so ließ sich auch die Stimmung unserer Führer an diesem Tage beschreiben. Am Abend konnten interessierte einem Stierkampf beiwohnen.

 

Tag 9: 25.07.2011 – Cala Ratjada

Per Bus hatten wir schon am Vormittag den Strand von Cala Ratjada erreicht, und verbrachten den Tag damit, zu Baden, Einkäufe zu erledigen oder uns beim nahegelegenen Generatorraum zu duschen.

 

Tag 10: 26.07.2011 – Cala Ratjada und Anreise nach Alaró

Nach einigen Vormittagsstunden der Strandnutzung begann es plötzlich heftig zu regnen. Nach einigen Minuten hatte sich der Regen aber bereits wieder gelegt, und wir traten schließlich die Reise nach Alaró an. Diese wurde zuerst per Bus, dann per Zug und schließlich erneut mit dem Bus abgewickelt. Nach dem Kochen auf dem Dorfplatz begaben wir uns zu einem Schlafplatz auf einem Parkplatz, der nicht unser einziger sein sollte, wie sich herausstellte, als er in der Nacht zu regnen begann. In der Folge suchten wir Unterschlupf in einer überdachten Nische vor dem Eingang zum Rathaus.

 

Tag 11: 27.07.2011 – Regentag, Rückkehr nach Palma

Da der folgende Tag eher verregneter Natur war, wie sich herausstellen sollte, vertrieben wir uns die Zeit mit einigen Runden des Werwolf-Spiels. Während des Wartevorgangs für unseren Bus trafen wir auf einen älteren Herren, der uns Grüßte und seine Lebensgeschichte erzählte: er hatte lange Zeit in Deutschland gelebt gehabt und war durch den Spanischen Bürgerkrieg und die Nachwehen der Nazizeit gegangen und er sprach noch immer ein leicht brüchiges Deutsch. Mit dem Bus erreichten wir den Zug, der uns weiter nach Palma brachte. Wir fanden erneut Unterkunft bei der schon am Anfang hilfsbereiten Pfadfindergruppe bei der Kirche. Vor dem Schlafengehen wurden die Verleihungen der ausstehenden Abzeichen und Halstücher abgehalten.

 

Tag 12: 28.07.2011 – Wanderungen, Freizeit

An diesem Tag nahmen einige von uns die Gelegenheit wahr, eine Wanderung auf einen der umliegenden berge zu unternehmen. Zu diesem Zweck mussten sie bereits um sechs Uhr aufstehen, um zurück nach Alaró zu fahren, und dort dem erwähnten Berg zu besteigen. Der Rest der Gruppe begab sich zum Strand oder vertrieb sich anderweitig die Zeit. Am Abend kamen alle zu einem Feedback-Schlusskreis-Picknick zusammen und Bernti verabschiedete sich als Pfadfinderführer von uns. Später an diesem Abend besuchten wir die nebenan befindliche Bar, einige von uns versuchten sich beim Billardspiel.

 

Tag 13: 29.07.2011 – Die Rückkehr

Schon am Morgen begannen wir mit den Aufräumarbeiten in der uns zur Verfügung gestellten Heimstätte. Später gelangten wir per Bus zurück zum Flughafen, wo wir unser Flugzeug bestiegen und den mit einiger durch einen verpassten Abflugslot verursachten Verspätung Heimflug antraten.

 

(Text: Alex, Michael & Markus)

 

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