RaRo: Winterlager

RaRo ·  · 29.01.2017 ·  ,

Gleich nach dem Tanzen starteten wir ins Winterlager. Wir kuppelten die über die vorhergehenden Tage hinweg vorbereiteten Anhänger mit den Zelten, dem Material und einigem Holz an unsere Autos und machten uns auf den Weg. Um kurz nach 23 Uhr erreichten wir den Parkplatz, wo uns bereits ein großer Schneehaufen auf dem kurzen Fußweg zum Lagerplatz erwartete. Wir manövrierten die Anhänger in Position und begannen, uns durch den Schnee zum Lagerplatz zu graben.

Sobald der Weg einigermaßen begehbar war konnten der Generator und die Strahler aufgebaut und eingeschaltet werden und wir begannen, eine Fläche für unser Zelt frei zu schaufeln.

Nach einiger Verwirrung hatten wir dann auch den Sattler korrekt aufgebaut und stellten schließlich die Feldbetten auf, um uns auf die Nacht vorzubereiten. Es war inzwischen kurz vor 4 Uhr morgens.

Der Aufbau des Ofenzeltes war zu dieser Zeit freilich längst auf den nächsten Tag verschoben worden, schließlich würde es schon in wenigen Stunden wieder hell werden und wir waren alle recht müde.

Nachdem wir mit dem Aufbau soweit fertig waren wurden die Flutlichter etwas redu-ziert und dafür die Heizkanonen und der Heizstrahler zum Einheizen angeschlossen und in Betrieb genommen. Etwas über 20 kW Heizleistung sollten ab jetzt immer wieder für angenehme Wärme im Zelt sorgen.

Wie wir feststellen sollten hatte sich an der nahe gelegenen Trinkwasserquelle ein massiver Eis-Stalagmit gebildet, den wir unter rigorosem Einsatz von Spitzhacke und Hammer entfernten, sodass auch unsere Kochtöpfe wieder mit Wasser gefüllt werden konnte.

Jetzt konnten wir noch eine kleine Abendjause mit Tee und Brot einnehmen bevor wir uns schlafen legten. Über die Nacht wurde der Generator abgeschalten und daher ins Zelt getragen, um ihn vor dem Einfrieren zu bewahren; das Thermometer zeigte immerhin -10°C mit fallender Tendenz.

Damit wir dennoch über Nacht nicht zu sehr frieren mussten hatten wir zuvor mittels eines Wechselrichters, einiger kräftiger Dioden aus einem alten Schaltnetzteil und eines Spannungswandlers einen besonderen Apparat gebaut. Dieser stellte die zum Betrieb von zumindest einer Kanone erforderliche Wechselspannung aus einer alten, mit neuer Schwefelsäure wiederbelebten, und einer freundlicherweise vom AH Wirnsberger gestellten Altbatterie für die Nacht ganz geräuschlos bereit. Die Batterien wurden dabei wenn nötig bis zur Zerstörung entladen, was aber keinen großen Verlust darstellte, da diese sowieso zum Recycling vorgesehen gewesen waren.

Nach einer ob der fortgeschrittenen Uhrzeit eher kurzen Nacht konnten wir den Ge-nerator wieder starten, um die Batterien so gut als möglich wieder aufzuladen und schließlich das Frühstück zubereiten.

Voller Elan bauten wir nun auch noch das Ofenzelt auf, schaufelten eine Feuerstelle frei und richteten uns schön am Lagerplaz ein. In der näheren Umgebung gab es so einiges zu tun. Wir deckten uns mit Feuerholz ein welches natürlich dementsprechend zugeschnitten und gesägt gehörte. Wilde Fahrten mit dem Zipfelbob waren möglich und der zugefrorene Bach amüsierte uns auch sehr.
Später wurde noch begonnen an einem Iglu zu bauen. Das kostete selbstverständlich alles Kräfte die wir durch gutes Essen wieder aufnehmen mussten.

So wurde auf den Hockerkochern Pasta Bolognese und später Chili con Carne Gu-lasch gekocht. Zum aufwärmen gab es Tee und Glühwein.

Den Abend verbrachten wir am Lagerfeuer und im warmen Ofenzelt bei netten Ge-sprächen während paralell auch noch lange am Iglu gebaut wurde. Währenddessen heizten wir mit zwei Heizkanonen unser Zelt welches in der Nacht wunderbar warm war.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück schon mit dem Abbau los. Alles reinigen, zusammenlegen und sauber hinterlassen gehört einfach dazu. Als wir das erledigt hatten fuhren wir los. An einer kleinen Steigung kam uns auf der Schneefahrbahn ein Auto entgegen welches leider nicht zurückfahren wollte. So probierte man aneinander vorbeizukommen, was leider scheiterte da unser Auto mit dem großen Anhänger bereits etwas im Schnee mit den rechten Reifen hängen bliebt, da hier die befestigte Straße nicht so breit war.
Um ein abrutschen den Hang hinunter zu verhindern wurde der Anhänger abgekup-pelt und zuerst das Auto angeschoben und befreit. Danach das ganze mit Anhäger.

Schließlich ging alles gut und wir brachten die Zeltplanen noch zum trocknen in die Halle von unserem Obmann, der uns diese freundlicherweise zur Verfügung stellte. Dann am Grund noch das restliche Material entladen und im Schlusskreis das Win-terlager abgeschlossen. Fein wars.

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