(I)Sola d´Elba

CaEx ·  · 16.07.2016 ·  , ,

Liebes Tagebuch,

Ich liege gerade todmüde im Garten und denke an die unglaubliche Sommerlager-Woche zurück. Ich kann dir gar nicht alles erzähle was passiert ist, trotzdem versuche ich dir so viel wie möglich zu beschreiben.

Freitag, 8. Juli: 16:30 Uhr

Voller Vorfreude und absolut motiviert fuhren wir mit dem Bus, aber leider ohne Flo der einen Gipsfuß hat, nach München und von dort aus gemeinsam mit Vorarlberger-Pfadfindern nach Florenz. Wir dösen vor uns her und schmuggelten dabei noch den passlosen Maxl nach Italien. Wirklich zum Schlafen kam dabei aber keiner.

Samstag, 9. Juli:

In Florenz suchten wir uns ein „platziges Schatterl“ auf einem schattigen Platz. Um die Mittagshitze zu überstehen, spielten wir im Schutz der Bäume Karten oder schliefen, um dann am Abend die Stadt ein bisschen zu besichtigen. Dann marschierten wir zu unserem Schlafplatz, einem Pfarrheim, um dort zu nächtigen und die Dusche für 2 Stunden zu besetzen.

Sonntag, 10. Juli:

Gleich in der Früh ging es mit dem Bus in die Hafenstadt Piombino, von dort aus fuhren wir mit der Fähre zu unserem eigentlichen Ziel: zur Insel Elba. In Portoferraio beschlossen wir den Tag in einem riesigen Park zu verbringen, im Meer zu baden und Kaffee und Essen zu kochen. Gegen Abend verfolgten unsere Fußballfans gespannt das EM-Finale und die deprimierten Zurückgelassenen versuchten ihre Einsamkeit mit einem Wasser-Trinkspiel zu bewältigen, bei dem viele Geheimnisse gelüftet wurden. In dieser Nacht schliefen wir am Strand.

Montag, 11. Juli:

Nach einem gemütlichen Vormittag im Park ging die Reise nach Marciana Marina weiter, wo wir badeten und abends gemeinsam in einem Restaurant essen gingen. Danach setzten wir uns an die Promenade und spielen Werwolf. Um Punkt Mitternacht tanzten wir für unser Geburtstagskind Amelie einen Macarena-Tanz und legten uns anschließend unter einem wunderschönen Sternenhimmel schlafen.

Dienstag, 12. Juli

Den Vormittag von Amelies Geburtstag verbrachten wir gemütlich mit Eisessen und Kaffeetrinken um dann am Nachmittag schwimmen zu gehen. Außerdem entstanden an diesem Tag ziemlich schöne (aber auch kitschige!) Fotos, als wir beschlossen während dem Sonnenuntergang Klippenspringen zu gehen. Unser Wunsch nach Waschen war danach so groß, das wir auf der Straße vier Italiener anquatschten, die uns zu einer Dusche in einer dunklen Seitengasse brachten. Das süße Städtchen lockte am Abend noch viele von uns ins italienische Nachtleben. Nach einem ziemlich perfekten Tag drängte uns spät in der Nacht aber doch noch der Regen dazu uns alle zum Schlafen unter eine Brücke zu quetschen.

Mittwoch, 13. Juli

An diesem Tag stand uns etwas ganz Besonderes bevor: eine Bootsfahrt in eine Bucht. Also machte sich die erste Hälfte der Gruppe schon etwas früher auf den Weg um eine schöne Bucht mit möglichem Schlafplatz zu suchen. Nach einer ziemlich lustigen und nassen Fahrt, fanden sie diese auch und genossen die riesigen Wellen während sie auf die anderen warteten. Als diese nach einer genauso lustigen aber etwas weniger wellenreichen Fahrt ankamen beschlossen wir, doch zu einer anderen Bucht zu fahren. Dort angekommen machte sich die spätere Gruppe einen gemütlichen Nachmittag, während sie auf die anderen warteten. Doch es stellte sich heraus, dass das etwas länger dauern würde, da diese zur Bucht trampen mussten, weil der Sprit vom Boot leer war. Als dann schließlich alle wieder beisammen waren, ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Bei der Verleihung, die am abendlichen Lagerfeuer stattfand, wurden Challenges, erste & zweite Kreise, aber auch zwei Halstücher verliehen. Mit ein paar Liedern beendeten wir das Ganze und verbrachten am Strand eine ziemlich windige Nacht

Donnerstag, 14. Juli

Am Donnerstag ging die Reise zu Fuß weiter nach Marina di Campo. Dort machten wir es uns auf einem Kinderspielplatz gemütlich und verbrachten hier den restlichen Tag. Etwas später am Abend beschlossen ein paar Mädels ein bisschen durch die Stadt zu schlendern und noch letzte Souvenirs zu besorgen. Wie der Wetterbericht es vorhersagte, fing es in der Nacht zu regnen an und wir legten uns unter das Vordach einer Arztpraxis, wo wir am Morgen einige belustigte Blicke abbekamen.

Freitag, 15. Juli

Schneller als erwartet kam auch schon der letzte richtige Tag. An dem beschlossen wir etwas von der Insel zu sehen. Deshalb fuhren wir mit museumsreifen Steh-Gondel auf den höchsten Punkt von Elba: dem Monte Capanne mit 1018m. Dort oben war es ziemlich kalt und windig deshalb machten wir ein paar coole Fotos, genossen noch kurz die Aussicht und gondelten dann wieder nach unten. Nachdem wir mit dem Bus wieder in Portoferraio gelandet waren, suchten wir unseren altbekannten Park auf. Anschließende beschlossen noch zwölf von uns eine weitere Hauptattraktion der Insel zu besichtigen: die Villa Napoleons. Dort erfuhren wir ein bisschen mehr über ihn und die Überbleibsel in den Räumen. Da es der letzte Abend war und noch Geld übrig war, ließen wir es uns bei Pizza noch einmal so richtig gut gehen. Danach setzten wir uns wieder an den Pier, wo sich die Mädels noch ein letztes Mal – einfach in Unterwäsche – in die Fluten stürzten. Die Nacht verbrachten wir still und heimlich im Park.

Samstag, 16. Juli

Nach dem Aufstehen wurden diesmal ziemlich viele verschiedene Sachen gemacht. Während die einen duschten, um nicht ganz komplett dreckig Zuhause anzukommen, gingen die anderen durch die Stadt zum Sightseeing, Einkaufen oder auch Frühstücken. Danach ging es auch schon gemeinsam Eisessen und anschließend zur Fähre die uns wieder ans Festland brachte. Von Piombino aus ging es mit dem Bus weiter nach Florenz, wo wir aufgrund von Stau fast unseren Anschlussbus verpassten. Nach einer lustigen Fahrt nach Mailand schwärmten dort alle aus um noch ein letztes Mal Essen zu besorgen. In München mussten wie noch einmal in den Zug umsteigen. In Salzburg angekommen waren alle ziemlich müde aber auch traurig, dass so ein tolles Lager nun vorbei war.

Das also war das Lager. Klingt doch echt lustig und aufregend oder nicht? Naja vielleicht schreibe ich dir ja nächstes Jahr wieder!

Amelie, Marie, Nina und Lena 2016

(Fotos: Eva, Laurence, Robert, Erwin)

Eine Antwort auf “(I)Sola d´Elba”

  1. Pfadfinder Maxglan » Blog Archive » CaEx Elternabend schreibt:

    […] Gruppe nicht gleichbedeutend ist, nicht mit aufs SoLa mitfahren zu können. Den Abschluss bildeten Fotoimpressionen des letzten SoLa`s auf Elba, wodurch die Vorfreude aufs SoLa 17 schon stark angefacht wurde. […]

Kommentar

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