Wurzl’14 – Das Salzburger Landeslager

AllgemeinesBiberCaExGruppeGuSpHandsRaRoSommerlagerWiWö ·  · 27.08.2014 ·  , , ,

Rauch liegt in der Luft des Gasteinertals … so schrieben die Salzburger Nachrichten in einem Artikel über das Landeslager in Bad Hofgastein und so unrecht hatte der Redakteur damit gar nicht. Schon von weitem konnte man den Lagerfeuerduft erschnuppern. Feuer und Wasser (wenn das auch ein wenig zu viel von oben) waren zwei wichtige Elemente des Lagers und zurück zu den Wurzeln das Motto. Man möchte es kaum glauben, aber selten sieht man so wenig handyspielende Jugendliche, so wenig Internet, so wenig Einkaufsmöglichkeiten, so wenig Augenmerk auf Äußerlichkeiten und dafür so viel Gemeinschaft, so viel Offenheit, so viel Dreck und so viel Zufriedenheit. Wenn bei diesem Lager eins gelungen ist, dann ist es, das Motto in die Tat umzusetzen. Zurück zu den Wurzeln hieß: ums Feuer sitzen, Abenteuer erleben, Gemeinschaft spüren und alles ein wenig lockerer angehen. Hier die Eindrücke verschiedener Teilnehmer und Teilnehmerinnen und die Sicht jener, die an der Organisation beteiligt waren:

Große Gefühle – Das Wurzl’14 aus Sicht der GuSp

Wie wars für Dich? – Explorer im Gespräch schildern ihre Erlebnisse am Wurzl’14 

Es war phänomenal – Das Wurzl’14 aus Sicht der Unterlagerleitung

Bis spät in die Nacht – Die RaRo am Wurzl’14

Biber-WiWö-Tag am Wurzl’14

 

 

Das offizielle Lagervideo zum Wurzl’14

 

 

 

 

Noch mehr Bilder vom Wurzl’14 findest du im offiziellen Fotoblog des Lagers

Große Gefühle – Das Wurzl’14 aus Sicht der GuSp

Am 3. August fuhren wir um 7 Uhr vom Grund nach Bad Hofgastein zum Wurzl’14. Dort wurden wir in verschiedene Almen, unsere Lagerplätze, eingeteilt. Die ersten zwei Tage bauten wir unsere Zelte, eine Essens- und Lagerfeuerstelle, das Saunazelt und ein gemeinsames Lagertor für die Gehwolfalm mit unseren Nachbarn aus Gloggnitz auf. Am ersten Tag gab es die Unterlager­eröffnung für GuSp. Am zweiten Lagertag gab es dann die offizielle Eröffnung am Hauptplatz mit allen TeilnehmernInnen und einer tollen Band. Am Dienstag und am Freitag waren unsere Workshoptage. Schon vor dem Lager konnten wir uns dafür eintragen. Die verschiedenen Workshops waren Hike, Schokolade machen, Naturkosmetik, Lehmofenbau und das Kombipaket Bienchen und Blümchen. Für alle GuSp gab es am Mittwoch den Abenteuertag; eine böse Hexe, der Händler und der Förster haben da für Abwechslung gesorgt. Am Abend gab es dann auch noch ein Nachtgelände­spiel im Wald. Nur mit Hilfe von Knicklichtern konnten wir uns halbwegs orientieren.

Am Donnerstag hatten wir unseren Gruppentag. GuSp, CaEx und RaRo aus Maxglan gingen gemeinsam zu einer Mühle. Dort machten wir selber Brot und hatten danach noch Freizeit in der Stadt Bad Gastein. Ab Mitte der Woche haben wir Maxglaner GuSp und CaEx beschlossen gemeinsam zu Kochen, so mussten wir abwechselnd nur mehr kochen oder abwaschen. Aus diesem Grund gab es am Freitag ein spontanes Straßenfest zwischen unseren Lagerplätzen. Wir haben unsere Tische und Bänke entlang des Wegs aufgestellt um gemeinsam zu Essen. Am Samstag war dann der GWB. Die beste Maxglaner Gruppe in der Salzburger Wertung, die Pandas, haben den 4. Platz belegt. Außerdem konnten alle Biber und WiWö Lagerluft schnuppern.

Am Sonntag war Besuchertag für alle Interessierten. Hauptsächlich kamen Eltern, die auch einmal so ein Großlager erleben wollten und natürlich um frisches und trockenes Gewand zu bringen. Am Abend gab es dann die offenen Töpfe. Man konnte am ganzen Lagerplatz die Küche der verschiedenen Gruppen ausprobieren. Am Montag war ein ganz besonderer Tag, der „A Dabei Tag“. An diesem Tag wurden alle LagerteilnehmerInnen in verschiedene Farben und Gruppen eingeteilt. In diesen Gruppen mussten wir so viele Obstpunkte wir möglich erspielen um am Nachmittag genügend Obst für das wohl größte Schokofondue der Welt zu haben. Wir verbrauchten gemeinsam 200 kg Obst und 155 kg Schoko­lade, die wir aus einer 133 m langen Schokorinne aßen. Am Dienstag war dann der Abbau, wie so oft bei Regen. Zur Belohnung gingen GuSp und CaEx in die Therme. Da konnten wir uns aufwärmen und wir konnten halbwegs sauber und gepflegt die Heimreise antreten. Vor der Therme wurden die neu verdienten Halstücher verliehen. Die Spezies und die 2. Klasse konnten erst am Abend im Lager verliehen werden, da unsere Leiter die Abzeichen im Lager vergasen. Nach unserem Thermenbesuch war dann auch schon die Abschlussfeier. Wir haben uns wieder am Hauptplatz versammelt, es hat wieder die Band gespielt und uns allen wurde bewusst, dass das Lager zu Ende geht. Darum war die Abschlussfeier, egal ob bei jung oder alt, Burschen oder Mädchen sehr tränenreich … Am nächsten Tag hieß es dann sich von den neuen Freunden zu verabschieden und fertig zu packen. Um 11 Uhr fuhren wir nach Hause zum Grund, wo wir schon von unseren Familien erwartet wurden.

Lara & Nina (GuSp)

Wie wars für Dich?
Explorer im Gespräch schildern ihre Erlebnisse am Wurzl’14

Was gefiel Dir am Lager denn gut?

Max K. Im Nachhinein gesehen, eigentlich der zwei Tages-Ausflug. Es war zwar recht anstrengend und am Anfang haben alle ein bisschen gejammert. Aber es war eine Wahnsinns Wanderung vor allem am nächsten Tag als wir am Morgen dann noch auf den Gipfel aufgebrochen sind!

Und was war weniger gut?

Max K. Der Kandoo Workshop, da hätte ich mir mehr erwartet.

Das leckerste Essen?

Max K. Die gebrannten Mandeln aus der Riesenpfanne am Abend der offenen Töpfe!! Mhhmmm Und nicht lecker?

Max K. Eigentlich … NIX!

Gibt es noch spannende Details die Du erzählen kannst?

Max K. Unser Zelt war auch dicht, bis uns der Reisverschluss gerissen ist, aber das war nicht so schlimm. Eins vielleicht noch, wir waren bei einer Mühle und am Ende meinte der Betreiber, so und jetzt gehe ich den Wasserfall wieder einschalten. Schräg!

 

Was war der lässigste Programmpunkt am Lager?

JAI S. (gerade am Weg nach Kroatien im Auto am Telefon erwischt) m besten hat mir die Unterlagereröffnung und die Fete Bleu gefallen.

Wieso?

JAI S. Weil wir viele andere CaEx kennen gelernt haben und gute Musik gespielt wurde. Außerdem gab es Farben die im Schwarzlicht geleuchtet haben, mit denen konnte man sich oder andere bemalen ;-)

Ach ja, dann war noch das Treffen mit dem Bürgermeister gut, wir haben einen Park aufgeräumt und er hat uns dafür dann auf ein Eis eingeladen. Außerdem haben wir an einem Workshop der Rainbow-Scouts teilgenommen; wir konnten unseren eigenen Blog schreiben und ein Video drehen.

Und was hat Dir nicht gefallen?

JAI S. Der Hike; es regnete aus Kübeln, die Wanderung dauerte lang und beim Ziel haben wir dann den Aufbau gemacht

Und jetzt noch, das leckerste und das ekligste Essen?

JAI S. Die Wraps waren sehr lecker, die Spaghetti Bolognaise waren grausig, die waren zusammengekocht wie Brei, die hat die Kochgruppe falsch gekocht.

 

Was hat Euch am Lager am besten gefallen?

MAX und MARTIN S. (zum Teil von der Wohnzimmer-Couch gerissen) er Aufbau vom Lager mit eigener Essenstelle und der Workshop mit den Lagerbauten. War cool selber so was zu bauen. Außerdem hatten wir einen ziemlich guten Hike. Wir haben Alpenglühen gewählt und sind auf eine Alm gewandert, auch wenn es ein bisschen geregnet hat, war das echt lässig.

Gibt es was das Euch das Euch nicht gefallen hat?

MAX und MARTIN S. (längere Gesprächspause) Eigentlich gar nichts!

Und noch zum Essen? Gab es Favoriten?

MAX das Schokofondue!!!

MARTIN S. das Essen am vorletzten Tag: Restl-essen mit allem möglichen in der Pfanne, Eier, Würstel & Co. Lecker!

Und was nicht?

MARTIN S. ie ganze Zwiebel, die ich gegessen hab ;-)

Gibt es noch etwas was erwähnenswert wäre? z. B. die hygenischen „Zustände“?

MAX und MARTIN S. Gegenüber anderen Lagern, gab es jeden Tag frisches fließendes sauberes Wasser, also super hygenisch! Das ganze Lager war einfach cool!

Steffi

Es war phänomenal
Das Wurzl’14 aus Sicht der Unterlagerleitung

Ich sitze bei der Abschlussfeier und nebenbei läuft eine Fotopräsentation mit den Highlights der vergangenen zehn Tagen. Vorbei sind die unzähligen Besprechungen, das Planen und Organisieren, das Umsetzen des Programmes, das Improvisieren. Ich werde etwas wehmütig und zugleich glücklich, dass der Großteil so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt habe.

Vor etwa einem Jahr habe ich zugesagt, die Unterlagerleitung für über 350 CaEx zu übernehmen und seitdem begleitete mich der Satz „Bist du schon wieder am Wurzl’n?“ Mit dem ersten Aufbauwochenende legten sich viele meiner Bedenken, da trotz der anstrengenden Arbeit die Stimmung und die Zusammenarbeit gut waren. Während des Lagers selbst, bekam der Begriff „Fast Food“ eine völlig neue Bedeutung für mich, da Freizeit zur Mangelware wurde. Jeder Tag brachte neue Herausforderungen, wie die Nervosität vor 400 Personen zu sprechen, Konfrontationen und Meinungsverschiedenheiten mit anderen Verantwortlichen … und trotzdem: Es war phänomenal! Vermutlich hätte bereits der eine Moment, während der Unterlagereröffnung in der tobenden Meute, gereicht, um das Lager für mich in positiver Erinnerung zu behalten. Aber über dies noch hinaus, erfreuten mich der Zusammenhalt unserer Gruppe und des weiteren Unterlagerteams, sowie das positive Feedback von CaEx und Leitern.

Anna

Bis spät in die Nacht
Die RaRo am Wurzl’14

Auch die Maxglaner RaRo waren am großen Landeslager dabei. Bereits im Vorfeld halfen wir beim Aufbau des CaEx Stufenlagers mit und meine Wenigkeit durfte die Organisation des RaRo Programms gemeinsam mit Jürgen von den Henndorfern übernehmen.

Knapp 190 Teilnehmer richteten sich die ersten zwei Tage im Stufenlager Mosermandl mit seinen Bereichen Lungau und Pongau gemütlich ein. Nach der Stufenlager- und offiziellen Lagereröffnung startete am Dienstag das RaRo Programm.

Die eine Hälfte des Lagers machte sich auf um die wunderbare Umgebung und die Berge meist in 2-Tages-Wanderungen mit Übernachtung in Almhütten, Außerlagerplätzen oder auch im Freien zu erkunden und die andere Hälfte konnte an den vorher ausgewählten Workshops am Lagergelände und Umgebung teilnehmen. Das ganze wurde dann natürlich auch umgekehrt gemacht.

Die Workshops waren vielfältig und für jeden das passende dabei wie zum Beispiel: Drums & Percussion, Spleißen, Geochaching, Klettern, Scout-Cooking, Schwitzhüttenbau, Schmieden, Lagerbauten, Floßbau und Fahrt, Geländespiele, Digitale Fotografie, Bogensport, Amateurfunk aber auch spirituelle Themen wie Hunger und globale Zusammenhänge, Wie wird Hunger gemacht und Atemholen und Stille spüren waren dabei.

Bei den Wanderungen konnte man je nach gewünschten Schwierigkeitsgrad verschiedene Touren meistern wie: Gamskarkogel, Präau Hochalm, Mindener Hütte, Rastötzenalm, Bergsee hinter Schmaranzalm oder ins Hinternaßfeld. Daneben gab es auch eine 2-Tages-Survival-Wanderung oder für die etwas gemütlicheren Tagesausflüge zur Entrischen Höhle, Burg Klammstein uvm.

Getreu dem Wunsch unseres Gründers, Baden Powell, die Welt ein wenig besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben, gab es etwas ganz Besonderes: den RaRo-Waste-Contest. Alle wandernden RaRo wurden in Kleingruppen zu drei Teilnehmern eingeteilt und bekamen einen Müllsack mit auf ihre Wanderungen. Dann ging es darum, möglichst viel Herumliegendes einzusammeln. Zurück im Lager wurde der gesammelte Müll gewogen und pro Tag ein Sieger gekürt. Am Besuchersonntag wurde der Müll dann präsentiert und konnte mit einer selbstgebauten Waage gehoben werden.

Aber auch mit Strom wurde sparsam im RaRo-Lager umgegangen. Es gab einen umgebauten Hometrainer und ein Fahrrad mit dem man Strom erzeugen konnte um so z.B. sein Handy aufzuladen. Weiters wurden als Unterstützung noch zwei große Solarpanels aufgestellt.

Auch am Abend und bis spät in die Nacht wurde reichlich Programm geboten und so war die Wurzl-Bar mit Musik stets geöffnet. Zusätzlich gab es einmal ein Geländespiel bei dem die Zombieapokalypse ausbrach und alle RaRo von den drei Zombies fliehen mussten um nicht auch infiziert zu werden.

Dann gab es noch einen unplugged Abend bei dem die einzelnen Gruppen Beiträge in Form von Musik, Theater, Comedy oder auch Akrobatik vorführen konnten. Im Anschluss beehrte uns die Salzburger Band Scotch’s Funky Revenche.

Gegen Ende des Lagers hieß es dann beim Trachten Clubbing noch: Pack das Dirndl oder die Lederhose aus! Es wurde fleißig getanzt und Schuhgeplattelt. Durch den Abend führte die Ebenauer Tanzlmusik, die auch die meisten Tänze vorzeigte und ordentlich Stimmung machte.

Die Zeit verging auf jeden Fall ziemlich schnell und so wurde auch nach der sehr stimmungsvollen Schlussfeier schon wieder abgebaut. Das Lager war wunderbar, nicht zuletzt dank den vielen beteiligten Maxglanern die in verschiedensten Bereichen die Fäden zogen.

Michi

Biber-WiWö-Tag am Wurzl’14

 

Mit 164 Bibern, Wichtel und Wölf­lingen (und einigen vielen LeiterInnen) ging es am Samstag den 9. August Richtung Bad Hofgastein zum Internationalen Salzburger Landeslager „Wurzl“. Das Wetter war uns holt und so erreichten wir mit etwas Verspätung das Wurzl bei vollem Sonnenschein. Wir wurden gleich in neun Farbgruppen eingeteilt und erhielten zu diesem Zweck farbliche Wurzlplaketen. Mit diesen ausgestattet ging es Richtung Bühne, dort erfuhren wir, dass der Wurzlkönig von Schniz, Schnaz und Schnuz entführt wurde und diese drei Unholde dem König sein Lachen rauben wollten. Wir mussten den König ausfindig machen und ihn mit einem Regen aus Kichererbsen befreien. Um aber an diese Kichererbsen zu kommen, mussten wir an einem Turnier teilnehmen, das „zufällig“ gerade stattfand. Wir wären keine Pfadfinder und Pfadfinderinnen, wenn wir uns nicht gleich mit vollem Elan daran gemacht hätten so viele Kichererbsen als möglich zu ergattern. Als allererst mussten wir einen Plan zusammenstellen und auf einen Karton kleben, erst dann konnten wir uns ins Turnier stürzen. Es wurde mittels Kompass der Weg bestimmt, vor dem bösen Mann davongelaufen, Gummibärlis aus Mehlhaufen gerettet, Spukparcours gemeistert, Geheimschriften gelöst, mit Säcken haben wir uns von Barren gedroschen, knifflige Fragen bei 1, 2 oder 3 beantwortet, ein Schlaraffenbaum geerntet, ein Lied gegen die Bösewichte gelernt und ein Hindernisparcours gemeistert. Zum Schluss mussten wir noch einen Brief mit Zitronenschrift entschlüsseln. Alle Aufgaben haben wir „SO GUT WIR KÖNNEN“ gelöst und den König – dank unserer vielen, vielen Kichererbsen – von den Bösewichten befreit. Als Belohnung gab es für uns ein Eis (mhhh lecker Coca-Cola-Drück-Tüten-Quetsch-Eis). Dann hatten wir noch Zeit das Lager zu erkunden, ein Lager-Halstuch-Abzeichen, Pfeifen-Putzer­-Schlangen für das Halstuch und einige Musikinstrument zu basteln. Ein Vorzeitiges Ende hat uns leider die Sturmwarnung gebracht. Wir mussten in aller Eile zusammenpacken um uns in den Bus vor dem herannahenden Gewitter zu schützen. Noch trockenen Fußes haben wir das geschafft und sind nach einer nicht ganz so langen Fahrt und gaaaaaaaaaaaaaaaar nicht müde in Salzburg angekommen. Es war ein schöner und ereignisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken. Die Biber und Wichtel-Wölflinge waren sich einig, wenn wir mal große Pfadfinder sind, fahren wir auch auf so ein Großlager.

Brigitta

Mehr Bilder vom Biber-WiWö-Tag

 

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