Creapolis – WiWö Sommerlager 2014

WiWö ·  · 05.07.2014 ·  , ,

Tag 1 – Sa, 5. Juli: Ich bau ne Stadt für dich…

Als 30 unerschrockene Maxglaner WiWö nach 3 Umstiegen und einem satten Fußmarsch samt Gepäck endlich das Ybbsitzer Pfadfinderheim erreichten, wurden sie bereits von zwei Geologien erwartet: Eisenerz war in der Gegend gefunden worden – und der Standort in Ybbsitz schien ideal um eine Handels- und Handwerkerstadt am Weg zur Donau zu gründen. Nach bestätigenden Gesteinsuntersuchungen waren alle natürlich schnell Feuer und Flamme dafür, und so begonnen wir nach einer ersten Stärkung und der Beziehung des Schlafsaales schnell mit den ersten Arbeiten: Jede Stadt benötigt zu allererst einmal ein Tor! Dass das auch ohne Stangenholz und GuSp-Bündetechnik geht, bewiesen die WiWö mit Bravour! Außerdem wurde alsbald ein Stadtwappen entworfen, die Grenzen gesichert und zur leiblichen Versorgung wurde eine Kochtruppe erkoren.
Am Lagerfeuer wurde abends gleich das beste Essen überhaupt genossen – gegrillte Würschtl! Und die folgende Gegenderkundung fiel eindeutig in die Kategorie Landschaftsromantik: Mischwald mit Serpentinenpfad, Auwasserl mit Lehmgrube, gepflanzter Lehrwald mit Beschilderung, riesige Affenschaukel – und das alles direkt oberhalb vom Heim. Pfadfinderherz, was willst du mehr? …der Spielplatz direkt vorm Heim is da noch gar nicht erwähnt. Doch das Highlight eröffnete sich uns erst an der Hügelkuppe beim Verlassen des Waldes. Ein herrliches Landschaftspanorama bei Sonnenuntergang und das auf einer frisch gemähten Wiese, die spontan zum Wetthinunterrollen einlud. Wirklich stimmungsvoll! Das Schlafengehen fiel ob der vielen Erlebnisse gleich leichter, eine Gute-Nacht-Geschichte half ein wenig nach.

 

Tag 2 – So, 6. Juli: Arbeit für Creapolis

Eine Stadt brauch natürlich mehr als Tor, Wappen und Grenze! Jeder Bürger braucht zum Beispiel einen Bürgerpass, zur besseren Kommunikation ist ein Postwesen notwendig und zur besseren Selbstversorgung sollte auch ein wenig Gartenbau betrieben werden (Kresse in unserem Fall :) ). Nachdem diese Aufgaben unseren Vormittag füllten, konnten wir mittags endlich Vroni und Chrisi begrüßen – und nach ordentlicher Stärkung durch süße Knödel wurde es am Nachmittag richtig spannend. Als gelernte Handwerksmeister wollten wir Leiter den WiWö eine Ausbildung in verschiedenen Zünften bieten und damit in Creapolis endlich für Vollbeschäftigung sorgen. Es konnte gewählt werden zwischen Schneiderei, Lederhandwerk, Töpferei, Tischlerei, Kraftwerksbau und allgemeinem Bauhandwerk. Die ersten Ergebnisse konnten sich schon sehen lassen, die Stimmung war nach vollbrachtem Tagwerk natürlich spitze, und zur Belohnung gabs ein abendliches, abenteuerliches „Räuber und Gendarm“ am Tags zuvor erkundeten Hügel.

 

Tag 3 – Mo, 7. Juli: Vorwärts, Zünfte! Chillt mal bissl!

Sofort nach dem Frühstück wollten unsere ehrgeizigen WiWö wieder mit den Handwerks-Workshops weitermachen. Dass nicht jeder sofort wieder in seiner Favoritenzunft Platz fand, konnte aber schnell mit einem Verweis auf einer weitere Einheit vertröstet werden. Außerdem waren die Ergebnisse diesen Vormittag noch besser als am Vortag, die Lederhandwerker bereiteten uns parallel zu ihrem Kurs sogar das Mittagessen vor, sodass wir getrost einen Urlaubsnachmittag einschieben konnten und für die vorausgesagt letzten sommerlichen Stunden ins Freibad verschwanden. Dort gab’s neben Wellenrutsche und Sprungturm auch einen lässigen Wasserpark an der Ybbs und natürlich die Gelegenheit, das Schwimmspezialabzeichen abzulegen. Trotz großem Engagement war die erfolgreiche Bewältigung desselben heuer aber nur den wirklich besten vorbehalten (ein gscheider Köpfler gehört halt einfach dazu…). Den Abend verbrachten wir singend am WiWö-Lagerfeuer und auch eine erste Witzerunde durfte nicht fehlen.

 

Tag 4 – Di, 8. Juli: Eisen für die Welt, Personalrochaden und ein Besuch

Unsere Stadtneugründung Creapolis hatte sich ja bereits herumgesprochen. Doch wollten wir auch kennenlernen, was sich in der alten, extistierenden Marktgemeinde Ybbsitz so abspielte. Wer’s nicht weiß: Ybbsitz gilt als DAS Schmiedezentrum Österreichs mit allerhand sehenswertem rund ums Eisen, angefangen von Kunst im öffentlichen Raum, alten Verarbeitungsmaschinen und historischen Gebäuden, dem wirklich sehenswerten Museum FeRRUM, bis hin zu nach wie vor produzierenden, Eisen verarbeitenden Betrieben und Schauschmieden.
Zu allererst konnten wir uns in der Früh aber über einen Besuch von Esther und Markus freuen, die ab Herbst wahrscheinlich in Salzburg wohnen und unsere Meute verstärken.
Dann machten wir uns auf ins FeRRUM, wo rudelweise Rätsel gelöst und so ziemlich alles bestaunt, erkundet und selbst ausprobiert wurde, was es gab…am beliebstesten waren zweifelsfrei der riesige Blasebalg, die Schleifmaschine und das Xylophon aus verschiedenen Metallen. Nach mittäglicher Stärkung mittels Burger und einer kurzen Rast wurde es aber nochmals spannender: Im Fahrngruber Hammer konnten wir selbst Hand anlegen und unter Anleitung eines Schmiedes, wie er wohl originaler nicht sein konnte, selber einen Nagel schmieden. Damit auch jeder zum Zug kommen konnte, teilten wir uns in 2 Gruppen auf – die jeweils andere Gruppe hatte bei einer kleinen Wanderung ins Prollingbachtal bis zur Erlebnisbrücke auch allerhand zu sehen. Nach diesem echten Highlight-Tag mussten wir uns leider von Vroni verabschieden, konnten aber quasi als Ablöse Nici wieder einmal auf einem WiWö-Sommerlager begrüßen. Den Abend ließen wir nach all den Eindrücken schon früher ausklingen, nichtmal die Großen konnten das 1. und wohl denkwürdigste WM-Halbfinale miterleben – das lag aber eher am Handyinternet-Empfang ;-)

 

Tag 5 – Mi, 9. Juli: Indoor Handwerker und Outdoor Siedler

Die letzte Einheit in unseren Handwerkszünften fand wetterbedingt drinnen statt (obwohl: so schlecht wars ja gar nicht, vor allem im Vergleich zu Salzburg). Noch einmal konnte jeder wählen und  hoffentlich eeeendlich auch sein Lieblingshandwerk erlernen. Am Nachmittag fand das 1. alljährliche Creapolis-Völkerball-Turnier statt. Die Mannschaft von „Lion Burning“ konnte sich mit zwei Siegen gegen „Fire Wave“ und „Black Tiger“ durchsetzen. Aufregend wurde es spätnachmittäglich für Amelie, Isabel und Elias. Bei einer stimmungsvollen Halstuchverleihung konnten wir sie endgültig in unsere Pfadindergemeinschaft aufnehmen. Daneben überreichten wir all unseren fleißigen Handwerkern ihre verdienten Diplome in bis zu drei Zünften. So viele frisch ernannte Handwerker-Gesellen brachten allerdings auch ein Problem mit sich. Wir befürchteten Arbeitsplatzengpässe aufgrund zu vieler Bewerber und so beschlossen wir, die mutigsten und erfahrensten unter uns (natürlich die Überstellungskinder) auf eine abendliche Expedition zu schicken, um einen weiteren Außenposten unserer Stadt zu gründen, also zu expandieren…

 

Tag 6 – Do, 10. Juli: Parteitag und die große Sause

Auch die jüngeren ließen es sich nicht nehmen, einmal draußen zu schlafen. Eine gespannte Plane auf der Spielwiese sorgte für gefühlte Regensicherheit – zum Glück wurde diese aber gar nicht erst getestet. Ein Parteitag stand am Donnerstag auf dem Programm. Jede Stadt braucht natürlich politische Ziele und vor allem einen Bürgermeister. Unter Kattis Anleitung entstanden grandiose Wahlprogramme, -Versprechen und -Plakate, die für uns alle Verbesserungen bringen sollten. Die fünf Parteien hatten auch jeweils einen Spitzenkandidaten – bzw. vier Kandidatinnen und nur einen Kandidaten (Moritz Wirnsberger)- welcher sich allerdings nach den Wahlreden in einer spannenden, knappen Wahl durchsetzte und so zum Bürgermeister von Creapolis wurde!

Hier die Parteien mit ihren SpitzenkandidatInnen im Überblick:
Bürger von Creapolis (BvC): Karima
Die Roten: Lena A.
Wolfskralle: Moritz W.
Österreichische Freundschaftspartei (ÖFP): Lena St.
Black Thunder: Lea

Am Nachmittag wurde noch ein letztes Mal fleißig abgelegt, bevor wir in der Abschlussverleihung 6 Sterne, über 20 Spezialabzeichen und sogar 1 Springenden Wolf (Moritz W.) und 2 Tanzende Wichtel (Lena St., Karima) verleihen durften.
Der Tag war aber noch lange nicht zu Ende. In verschiedenen Vorbereitungsstationen (Benehmen, Tanzen, Schminken, Outfit) wurde die Vorfreude auf die Disco auf die Spitze getrieben – und entlud sich in fast drei Stunden WiWö-Wurlitzer-Disco der feinsten Sorte, die heuer wieder mal ziiiiemlich stimmungsvoll war und mit einem finalen „I am from Austria“ um punkt Mitternacht seinen sentimentalen Ausklang fand.

Tag 7 – Fr, 11. Juli: Abschied nehmen

Nachdem bis halb neun ausgeschlafen wurde, ging’s ratzfatz ans zusammenpacken und putzen. Das Frühstück fand schon „auf die Hand“ im Schlafsaal statt. Alle packten an, damit wir um 12 ein sauberes Heim verlassen konnten. Im Abschließenden Stadtrat konnte noch einmal jeder von seinen persönlichen Highlights erzählen und natürlich auch davon, was nicht so gefiel (aufgrund der heuer ausnahmsweise nicht vorhandenen Gelsen waren das vor allem die lästigen Küchenfliegen, hehe). Letzte Spiele mit David und Jaki draußen durften auch nicht fehlen und dann hieß es Aschied nehmen von Creapolis. Während der langen Heimreise wurde ein wenig Schlaf nach geholt, die letzten Essensvorräte aufgebraucht und um 17:00 war das Sommerlager 2014 mit dem Schlusskreis am Salzburger Bahnhof endgültig vorbei. Es war sehr schön – und wir freuen uns auf zahlreiches Wiedersehen am BiberWiWöTag am Wurzl am 9. August!

Eine Antwort auf “Creapolis – WiWö Sommerlager 2014”

  1. fox schreibt:

    Super Eintrag zum Sommerlager. Schaut echt cool aus was da passiert ist.

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